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Lymphomdiagnostik - Chromosomale Translokationen

B-Zell-Lymphome vom Typ des Follikulären Lymphoms oder Mantel- Zell-Lymphoms sind eng mit chromosomalen Translokationen assoziert, deren malignes Potential in einer Störung der Apoptose- hemmung bzw. erhöhten Proliferation durch Deregulation des Zellzyklus (G1-S Checkpoint) liegt. Die beiden Translokationen t(14;18) BCL2/IgH und t(11;14) BCL1/IgH sind molekular dadurch charakterisiert, dass die rekombinierten chromosomalen Break- points relativ eng zusammenlagern, so dass eine Amplifikation der fusionierten Regionen mittels PCR möglich ist. Als Testsystem bieten wir den Nachweis von t(14;18) BCL2/IgH (Follikuläres Lymphom) und t(11;14) BCL1/IgH (Mantel-Zell- Lymphom) mittels PCR und anschließender Verifikation durch Southern Hybridisierung an. Die t(14;18) Translokation (Abb.1) wird durch Analyse mehrerer Breakpoints untersucht, während die t(11;14) Translokation durch Untersuchung des in der Literatur als “Major Translocation Cluster” beschriebenen Breakpoints überprüft wird. Die genannten Translokationen stellen nur einen Auszug dar. Die Methoden werden der Entwicklung ständig angepasst. Chromosomale Translokationen kommen nicht nur bei Lymphomen sondern auch bei anderen Tumoren vor.
 

Lymphomdiagnostik / Chromosomale Translokationen

Abb.: Diagramm der t(14:18) Translokationen. Durch Fusion der beiden chromosomalen Bruchpunkte gerät das BCL2-Gen unter die regulatorische Kontrolle des IgH-Enhancers (Enh) und wird überexprimiert.


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