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Schnittrandkontrolle bei Tumoren

Umfang und Art der Aufarbeitung im Labor hängen von der Verdachtsdiagnose ab. Deshalb sind Verdachtsdiagnose und Lokalisation des Tumors äußerst wichtig.
 
Aus kosmetischen und operationstechnischen Gründen werden die Schnitt-
ränder vom Operateur oftmals bewusst knapp gesetzt. Deshalb ist eine sorgfältige Aufarbeitung und Schnittrandkontrolle durch den Dermatohistologen erforderlich, um zu überprüfen, ob der Tumor im Gesunden exzidiert wurde.
 
Häufig nimmt der Operateur nach dem chirurgischen Eingriff eine Faden-
markierung an der Exzision vor. Diese Markierung verwendet das Labor bei
der dermatohistologischen Aufarbeitung als „12 Uhr-Position“ und liefert
im Befundbericht eine detaillierte makroskopische Skizze mit der Anzahl der
Schnitte und den Größenangaben. Alle Aussagen orientieren sich an der
vom Chirurgen festgelegten „12 Uhr-Position“.

Zur lückenlosen Schnittrandkontrolle kommen - je nach Art und Größe der Hautbiopsie - unterschiedliche Zuschnittmethoden zur Anwendung.

 
Abb.1: Zunächst wird der Schnittrand
der Probe mit Tusche markiert. Dann
wird eine der folgenden Methoden gewählt:
Abb.2: Periphere Schnittaufarbeitung durch
kombinierte Befundung der Ränder (parallel).




Abb.3: Periphere Schnittaufarbeitung
nach der „Brotlaibmethode“.
Abb.4: Periphere Schnittaufarbeitung des
zentralen Teils (seriell, mit Resektionsrändern).


Bei allen Methoden wird zusätzlich zur Diagnosesicherung ein Schnitt durch den zentralen Teil der Läsion vorgenommen.

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