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Entz√ľndliche Haarerkrankungen

Entzündliche Haarerkrankungen lassen sich durch vertikale und zusätzliche horizontale Aufarbeitung genauer beurteilen. Zur Aufarbeitung im Labor sind zwei 5mm-Stanzen in separaten formalingefüllten Röhrchen einzusenden (Abb.1). Die Horizontal- und Vertikalaufarbeitung ermöglicht dabei einen dreidimensionalen Einblick in die Follikelstruktur sowie in entzündliche Veränderungen am Follikel.
 
Eine vertikale und horizontale Aufarbeitung (Abb.2-5) erlaubt einer bessere Beurteilung von:
/ Haardicke und -struktur
/ Wachstumsphase
/ Art der perifollikulären Entzündung
/ Pilzbesiedelung
/ Narbenbildung
/ Anzahl der Follikel pro Flächeneinheit

Bei speziellen Erkrankungen (Lupus erythematodes, Lichen ruber) ist zusätzlich eine direkte Immunfluoreszenz-Untersuchung erforderlich. Benötigt wird eine dritte 5mm-Stanze, die in einem speziellen Röhrchen zur Immunfluoreszenz eingesandt wird.

horizontale Aufarbeitung
Abb.1: horizontale Aufarbeitung


Abb.2                 Abb.3


                           Abb.4


                           Abb.5

Abb.2: 5-mm-Stanze
Abb.3–5: Die zusätzliche horizontale Aufabeitung lohnt sich. Sie erlaubt einen wesentlich genaueren Einblick in die Entzündungsaktivität auf verschiedenen Höhen des Haarschaftes.



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